DER SPANISCHE DOLCH


Die Fechter mit Ihren Klingen dominierten in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts die europäische Gesellschaft. Zur selben Zeit blühte das Waffenschmiedehandwerk im spanischen Toledo auf, das in den Jahren 1640-1680 in der Entwicklung des letzten Degens, des Rapier mit glockenförmigem Korb, gipfelte. Es galt als Krönung meisterlicher, spanischer Schmiedekunst.

Dieser Degen ging stets mit einem Linkshanddolche einher. Er diente in erster Linie der Abwehr des gegnerischen Degens und des Brechens seiner Angriffskraft. Für diesen Zweck besaß der Dolch eine Klinge mit rundem Einschliff nahe der Parierstange und oftmals eine gegabelte Spitzen um die gegnerische Klinge abzufangen. Der Korb dieses Dolches verläuft von den Armen der Parierstange bis zum Knauf in Form einer dreieckigen Manschette mit nach innen gekrümmtem Rand. Der gängige, sehr poetische Name ROMPEPUNTAS kann als Spitzenbrecher übersetzt werden. 


Bei Duellen in engen Gassen oder Korridoren, die für den Einsatz eines Degens zu schmal waren, war der Dolch oft die einzig verbleibende Waffe.





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