PAARWAFFEN

RAPIER - Das Rapier ist eine leichtere und längere Variante des Militärdegens.

Die Klinge ist auf beiden Seiten geschliffen, besitzt einen Mittelgrat, meist einen rhombischen Querschnitt und eignet sich besonders zum Stechen. Diese schlanke Klinge wurde oft im stärksten Drittel mit einer Hohlkehle versehen. Den Handschutz bildete im 16.Jahrhundert ein System von Schutzstäben (rankiges Gefäss), das später vom Glockengefäss abgelöst wurde. Der Handgriff wurde mit Draht umgewickelt und endete in einen Knauf runder, kantiger oder gedehnter Form.

In der Nordeuropa führte man das Rapier bis ins 17.Jahrhundert, in Spanien gar bis ins 18.Jahrhundert hinein. Diese Duellwaffe wurde häufig mit einem linkshändigen Dolch ergänzt.

LINKSHANDDOLCH – mit Muschel - Der Linkshanddolch ist die ideale Ergänzung zum (hauptsächlich vom Adel geführten) Rapier. Beim Fechten wurde versucht, die Attacken des Gegners mit dem Dolch abzuwehren, seine Waffe zu binden und mit dem eigenen Rapier den Angriff zu führen.

Daher hatte der Dolch eine direkte Klinge mit einem Mittelgrat. Die Parierstange ist zur Klingenspitze hin gebogen, auf der äusseren Seite tritt das Schutzbaltt in der Form einer Muschel heraus.

Der Linkshanddolch wurde ausschliesslich als Paarwaffe mit einem Rapier zusammen verwendet, und wird auf exakt diese Bedürfnisse hin hergestellt. Die harmonierenden Formen, und der Schmuck beider Waffen unterstreichen ihr Zusammengehören.  Diese Dolche wurden am häufigsten in Süd- und Mitteleuropa an der Wende des 16.Jahrhunderts zum 17.Jahrhundert verwendet.

zurück