
Wikingerschwert
Der Vorläufer des,
heute als Wikingerschwert bekannten Typs, waren Schwerter keltisch -
germanischen Ursprungs (Wendel-Periode), wie sie aus den Schiffsgräbern bekannt
sind. Die Zeit der Wikinger beginnt im Jahre 804 mit dem Einfall des dänisches
Königs Gottfried an der dänisch-sächsischen Grenze. Im Laufe ihrer Herrschaft im
Norden, vom 9. bis beginnenden 11.Jahrhundert passte sich der Stil der Waffen
dem nordischen Geschmack ihrer Besitzer an. Die
Schwertschmiede der Wikinger haben es jedoch nie geschafft die für Kriegszüge
nötigen Mengen an Klingen herzustellen. Dieses Bedürfnis wurde bald von
Lieferanten und Werkstätten im gesamten west- und
mitteleuropäischen Raum befriedigt, was zu einer weiten Verbreitung ihrer Waffen
führte. Bis heute werden Schwerter dieser Art als Wikingertyp bezeichnet. Der
florierende Handel zwischen kontinentaleuropäischen Schwertschmieden und den
Wikingern endete mit der Errichtung fester Staatsgefüge in Skandinavien,
Dänemark und England. Die Zeit der nordischen Eroberungen, die ganz Europa in
Schrecken versetzte, gipfelte in der Schlacht von Hastings 1066, von der sich
die Wikinger nicht mehr erholen sollten.
Dekoration
Die
Parierstangen mit den Knöpfen tragen oft Verzierungen im Jellingstil, in denen
die Tradition des älteren skandinavischen Zodiakusornamentes
aus dem 10.Jahrhundert sichtbar ist. Die Ornamente stellen die typische
"Achter-Konfiguration" in sich verflochtener Tiere, Drachen und Schlangen dar.
Diese Konfigurationen sind mit dem Knauf mit einem kettenförmigen Muster
verbunden.
